„Lass diesen Kelch an mir vorübergehen“
Ein ganzes Leben mit Tourette
Eine romanhafte Biografie von
Kelvin Waiden
Geboren wurde Kelvin Waiden als einziges Kind einer normalen
Nachkriegsfamilie in einem hessischen Dorf am Rande des Vogelsbergs. Er wohne
mit seinen Eltern und Großeltern zusammen in einem Anfang der 50 er Jahre des
vorigen Jahrhunderts erbauten Einfamilienhauses. Mit 10 Jahren wechselte er von
der Grundschule auf das Gymnasium. Mit 7 Jahren erkrankte Kelvin Waiden an dem
TS-Syndrom, trotzdem bestand er sein Abitur und leistete seinen Grundwehrdienst
bei der Bundeswehr.
„Damals wusste ich nichts von der Krankheit Tourette und das
war wohl auch das Schlimmste für mich gewesen.
Heute kennt sie fast jedermann, aber viele wissen immer noch nicht, was
es wirklich bedeutet, an ihr zu leiden.“
Dies ist seine Story.
Es beginnt it dem TS-Ausbruch im frühsten Kindesalter. Das
Leben in den 60er und den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts werden sehr
plastisch dargestellt. Es ist, wie eine Zeitreise. Kelvin Waiden schreibt aus
seinen Jahrzehnte alten, privaten Aufzeichnungen über Jungend, Pubertät und
erste Liebe. Immer steht im Mittelpunkt dabei seine Auseinandersetzung mit dem
Tourette, ohne es dabei zuzulassen, dass es zu einer wirklichen Interaktion mit
der sozialen Umwelt kommen konnte. Die Gesellschaft war noch nicht reif, um
eine solche chronische, neuropsychiatrische Erkrankung des Nervensystems in
Form des Tourette zu akzeptieren.
‚Ein ganzes Leben mit Tourette‘ im Intergrund eines Lebens
mit den sozialen, persönlichen und gesellschaftlichen Erlebnissen, Höhen und
Tiefen eines jungen Manns in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts.

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